Kantachanburi, der wilde Westen Thailands

Wir haben einen Fahrer über gettransfer gebucht um von Bangkok nach Kantachanburi zu reisen. Für die guten zwei Stunden Fahrt bezahlten wir 58 Dollar. Es ist sicherlich eine der teuersten Arten in Thailand zu reisen, doch mit zwei Kleinkindern und Gepäck wohl das komfortabelste bzw vielleicht auch -zumindest für uns- das einzig gut machbare.


Liffs Lieblingsplatz im Auto

River Kwai

In Kantachaburi wohnen wir nicht ganz zentral und dir erste Schwierigkeit mit der wir konfrontiert waren, war ein Taxi zum River Kwai zu finden. Da diese hier nicht auf der Straße rumfahren beschlossen wir zu laufen. Guten Mutes gingen wir los doch nach kurzer Zeit waren wir auf dem Boden der Tatsachen angekommen, denn das mit dem nach dem Weg fragen klappte nicht. Die Menschen hier sprechen kein Wort Englisch. Schließlich haben wir an einer Tankstelle einen Thailänder gefunden der der englischen Sprache mächtig war und der uns sogar anbot uns ein Stück weit mitzunehmen. Die letzte Wegstrecke sollten wir selbst schaffen, doch auch wenn du unwissentlich eine Ecke vom Kwai entfernt stehst und du fuchtelst und „Kwai“, „Kwai“ sagst, verstehen sie nicht was du meinen könntest 😳☺️.

Über die Brücke mit der traurigen Geschichte kann man spazieren, es ist alles sehr touristisch mit vielen Buden, Boottrips, Restaurants, Souvenirhändler, Gesangs- und Tanzdarbietungen. Eine weitere Möglichkeit ist den Zug zu nehmen, der jeden Tag entlang der historischen Bahnstrecke bis zum Ende von Saiyok fährt.

Die international bekannte Brücke ist Teil der Death Railway und wurde im Zweiten Weltkrieg durch alliierte Gefangene unter japanischer Armee errichtet. Der Bau dieser strategischen Eisenbahnstrecke, die Thailand und Myamar verbindet, war voller Schwierigkeiten. Viele Tausend Gefangene starben an der Grausamkeit von Krieg, harter Arbeit, Entzug und Unterernährung.



Kriegsmuseum

Eine Ecke weiter befindet sich das Kriegsmusem, für 40 Baht nicht teuer, ruhig, leer, informativ und gut aufbereitet. Hier konnte ich Liff aus der Marsupi befreien und sie konnte sich nach Herzenslust bewegen. Gleich vor dem Museum fahren rot/orangene Pick- ups mit überdachter Ladefläche ab, das sind die Taxis von Kanchanaburi 🚕. Für einen Wucherpreis von 100 Baht ließen wir uns die Strecke von ca 1500m zurückfahren. Aber was will man machen mit einem streikenden kleinen vierjährigen, der keinen Schritt mehr laufen möchte?



Was uns jedoch auffällt sind die vielen - ich nenne sie mal “Stimmungstiefverhinderer“ - die so eine thailändische Stadt mit sich bringt. So war unsere Liff die ganze Zeit damit beschäftigt Hunde zu entdecken, von denen es reichlich gab. Auch die hageren Katzen faszinierten oder der Thai, der auf Nachfrage einen Fisch nach dem anderen tötete, ausnahm und in einen Plastikbeutel zum Verkauf steckte. Für die Kids gibt es also - anders als in Deutschland - auf der Strasse allerhand Erstaunliches zu entdecken 😁. Nach so einem Tag freuen sich die Zwei darauf noch eine Runde im Pool zu plantschen 🏊‍♂️ . Es ist ein schöner Abschluss des Tages, die Kinder sind wieder sauber, abgekühlt, ausgetobt, glücklich und schlafen um 19Uhr innerhalb von zwei Minuten ein. Das beschert mir tropische Sommernächte auf dem Balkon, die ich bisher auch immer brauchte um die Weiterreise zu organisieren.




Die Kinder stehen dem thailändischen Essen leider sehr skeptisch gegenüber 🤨 . Viele Tage ernähren sie sich nur von Keksen, Bananen und sind glücklich wenn wir Naturjoghurt finden. Ohne Auto kommt man selten an großen Supermärkten vorbei und somit ist es manchmal schwierig Essen für die Kids zu finden, da die kleinen Supermärkte, die man an jeder Ecke findet, außer Trinken, ein paar Hygieneartikel, Kekse und manchmal auch Milchprodukte nichts weiter anbieten. Momentan probieren sie nicht mal das Würstchen beim Frühstücksbuffet, das stimmt mich etwas ratlos. Immerhin wurde heute zumindest mal der nackte Reis 🍚 probiert. Ich denke sie tasten sich an die neuen Gerüche und Geschmäcker vorsichtig heran und solange unser deutscher Keksvorrat noch nicht aufgebraucht ist, greifen sie auf ihn zurück.



Elephantsworld

Unbedingt empfehlenswert ist unser Ausflug zu Elephantsworld. Es war ein unvergesslich schöner Tag und ich hoffe sehr dass Mikk diesen Tag in Erinnerung behalten wird. Wir wurden von der Organisation um kurz nach neun Uhr am Hotel abgeholt und verbrachten dann den Tag von 10Uhr bis 16Uhr im Reservat. In Elephantsworld leben 25 Elefanten, die meisten sind ausgediente Arbeitselefanten, die hier ihren Frieden gefunden haben. Für die alte 71 Elefantendame haben wir Bananen kleingehackt und diese mit Reis gekocht. Vermengt mit Elefantenpellets, die zum Großteil aus Bambus bestehen, wurden schneeballgroße Kugeln geformt und diese anschließend paniert. Die Leckerbissen durften wir dann der Elefantendame verfüttern, die aufgrund ihrers hohen Alters und der schlechten Zähne nicht mehr gut beißen kann. Neben einem Informationsfilm, das Füttern der Elefanten mit Zuckerrüben, Bambus und Obst und Informationen über die Ernährung der Dickhäuter war das Highlight das Baden mit den Elefanten im Schlammbad und im Fluss. Mikk genoss sichtlich die Wasser- und Schlammschlacht mit den Elefanten. Mit dem Eintritt, der nicht ganz günstig ist, unterstützt man die Nahrungsversorgung der Dickhäuter. Schließlich isst ein Elefant pro Tag bis zu 300kg Grünzeug, Obst und Gemüse 🌽. Wir haben die Tour online einen Tag im Voraus gebucht. Wir hatten Glück noch einen PLatz zu ergattern, sicherlich wäre es kein Fehler die Buchug frühzeitiger zu tätigen. Die Mitarbeiter sind alle super lieb, das Buffet am Mittag, sowie die Kekse am Nachmittag waren lecker. Wir lieben die Elefanten nun noch mehr und können den Besuch dort nur empfehlen 👍.




Hier in Kanchanaburi gibt es allerhand zu entdecken, es gibt hier noch einen tollen Nationalpark und viele eindrucksvolle Wasserfälle. Unsere Reise wird uns nun aber weiter auf die Insel Koh Chang führen, um endlich ein paar Tage am Strand zu verbringen, worauf sich die Kinder sehr freuen. So steht uns wieder ein Reistag bevor 😊.

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