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Taman Negara- Dschungelabenteuer in Malaysia

Taman Negara- Dschungelabenteuer in Malaysia
Die Fahrt von Kuala Lumpur in Taman Negara sollte mit einem privaten Taxifahrer ca 3 Stunden dauern. Unser Fahrer war sehr nett und schlug uns vor nach einer guten Stunde, einen zweistündigen Stopp in Kuala Gandah, dem National Conservation Centre for Elephants, einzulegen. Dazu sagten wir nicht nein. Der Eintritt war gegen eine Spende. Nach einem Videofilm über das Reservat konnten wir mit vielen anderen Touristen zusammen Elefanten füttern und die Betreuer sehr ausführlich zu den Dickhäutern befragen. Leider durfte das Elefantenbaby nicht baden, da der Fluss zu viel Wasser führte. Egal, es war eine schöne Streckenpause. Ob es sich nur für einen Tagesausflug von Kuala Lumpur aus lohnt sei jedoch in Frage gestellt.

Auf der Weiterfahrt kamen wir nach kurzer Zeit an sehr weitläufigen Palmölplantagen vorbei. Ein Wahnsinn! Vereinzelt sahen wir Kautschukplantagen und weit am Horizont den Regenwald. Die Bilder die sich uns boten stimmten mit denjenigen, die die Kinder aus ihren Regenwaldbüchern kennen überein, so dass die Vorfreude auf die zwei Dschungelnächte weiter stieg.

Auf dem etwas kurvigen letzten Streckenabschnitt hat Ella nach Vorankündigung überwiegend(!) in die Schüssel gespuckt, der Fahrer nahms gelassen. Die Dschungel Lodge lag auf der anderen Seite des Flusses, so dass wir die letzten Meter mit dem Pendelboot zurücklegten.

Wir bezogen unsere Lodge am Rande des Urwalds. Unmittelbar vor unserer Terrasse begann der Regenwald und bot uns mit all seiner Vielfalt ein unvergessliches nächtliches Hörvergnügen. Nach einem reichhaltigen Abendessen im hoteleigenen Restaurant machten wir uns startklar für die um 20.30Uhr beginnende Nachtwanderung. Langärmelig und mit Mückenschutz eingesprüht fühlten wir uns gewappnet für den Trip durch den Wald. Doch weder der Führer, noch die meisten der anderen Touristen waren langärmelig gekleidet,...wir fühlten uns dennoch ganz wohl und zur Abwechslung hatten wir mal das Gefühl so richtig vorbereitet zu sein (egal ob es nun nötig gewesen wäre oder nicht).

Mehrere Gruppen von ca 10 Leuten brachen gemeinsam zur Nachtwanderung auf. Insgeheim hofften wir eventuell ein Tapir zu sehen, aber schon in der Begrüßungsansprache nahm uns der Guide diesen Wunschgedanke, denn es ist wohl eher sehr selten, dass man eins zu Gesicht bekommt, was mich an der Masse der aufbrechenden Gruppen auch nicht mehr wunderte.

Nachtwanderung im Taman Negara

über angefertigte Holzstege liefen wir durch den stockfinsteren Regenwald und wie aus dem nichts leuchtete der Guide verschiedene Tiere an. Wir sahen viele Insekten, Riesenameisen, Vögel, Spinnen oder 40cm große Tausendfüßer. Mit das Highlight war der im UV-Licht leuchtende Skorpion und die auf einem Ast sitzende junge giftige Viper.

Jungle Trekking und Canopy Walkway

schon am Vorabend hat uns eine Familie dazu geraten auf diesen Trip viel Trinken mitzunehmen und Salz zum Frühstück zu sich zu nehmen. Gesagt, getan. Nun wussten wir auch um die angebotenen Salzeier beim Frühstück. Mit großer Mühe schluckte ich eins runter und ich weiß es nicht, aber gefühlt aß ich das pure Salz. Um 9:30Uhr brachen wir zur dreistündigen Dschungelwanderung auf. Unzählige von Menschenhand angefertigte Stufen stiegen wir auf den Terisek Hill, unterbrochen von vielen Stopps mit Erklärungen zu den Pflanzen und Tieren des Regenwaldes durch unseren Guide. Die Kinder meisterten diese Ausdauerleistung unter tropischen Temperaturen grandios, dank dem Schwingen an Lianen, Stöcke suchen, Spinnen, Hundertfüßer, Riesenameisen beobachten, Fotos von Brettwurzeln machen, Kinderschminken mit Lehmfarbe oder die eindrucksvolle Showeinlage, bei der unser Guide bestimmte Blätter (deren Namen ich vergessen habe) mit Wasser anfeuchtete und rieb, so dass sich sehr eindrucksvoll Schaum bildete. Diesen schmiert man zur Desinfektion auf Wunden. Den Rest des Schaumes kann man als Mückenschutz verwenden.

Leider, leider konnten wir den Canopy Walkway nicht machen, da die längste Hängebrücke der Welt aufgrund von Reparaturarbeiten gesperrt war.

Am Ende hatten wir 1000 Stufen, 330 Höhenmeter und 3,5 Stunden Wanderung gemeistert. Es war super!

Besuch bei den Orang Asli

Nach einer kurzen Erholungspause in der Lodge brachen wir am Nachmittag mit dem Boot zu den Orang Aslis auf. Orang Asli bedeutet in Malaiischer Sprache Ureinwohner. Das Volk welches wir besuchten nennt sich Batek. Der Batek-Stamm ist ein friedliches ruhiges Volk, von geringer Statur, dunkler Hautfarbe und dichtem lockigem Haar. Zwei motorbetriebene Boote brachen zu den Ureinwohnern auf und lieferten sich über Stromschellen hinweg jagend eine Wasserschlacht. Durch unseren Kleinkindbonus bekam fast ausschließlich das andere Boot die Wassermassen ab und so ärgerten sich doch die ein oder anderen Touristen über die triefend nasse Ankunft bei den Orang Asli. Wir erreichten nach ca 10minütiger Fahrt eine kleine Siedlung von ungefähr 10 Hütten am Uferhang gelegen.

Unser Guide erzählte uns über die Ernährung, die Jagd, über die Familie und das Leben der Ureinwohner. Die Ureinwohner zeigten uns eindrucksvoll wie sie innerhalb von einer Minute nur mit den Materialien welche Ihnen der Urwald zur Verfügung stellt ein Feuer machen und wie sie mit dem Blasrohr Beute jagen. Das Highlight war sicherlich, dass wir selbst mit dem Blasrohr auf eine Zielscheibe schissen durften. Natürlich konnte man auch ein kleines Blasrohr erwerben und alles in allem war das natürlich auch eine touristische Veranstaltung. Aber es war doch für allem für unsere Kinder sehr eindrücklich und mit der schönste Ausflug den wir gemacht haben.

Am frühen Abend im Restaurant bot sich uns wieder mal ein großartiges Schauspiel: die Affenarmee übte einen Überfall aufs Restaurant aus. Schnell legte der Koch seinen Stofftiertiger raus, was aber nur vereinzelt für Abschreckung sorgte. Es ist fantastisch dem Treiben der Affen zuzuschauen, dem Zusammenspiel der Gruppe und die menschlichen Züge beim Essen und Trinken der kleinen Räuber zu beobachten. Wie ihr euch vorstellen könnt war es für die Kinder ein großes Abenteuer, es gibt so viel zu entdecken, so viele kleine Insekten die man finden kann, so viele Pflanzen etc. so dass wirklich überhaupt gar kein Gedanke an irgendwelches Spielzeug aufkam. Auch wenn der Trip in den Urwald sehr touristisch geprägt war, war es für uns genau das richtige. Wir konnten hier den Kindern den Urwald zeigen, zwar immer mit Guide und in Form von Touren, aber das war toll und sehr gut mit Kindern machbar.

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